Tagung 2018 – Gemeinschaften bilden: solidarisch, emanzipatorisch, autoritär

Fragen der Gemeinwesenorientierung in Bildung, Kultur und Sozialer Arbeit

10. – 12. Oktober 2018

Eine Vielfalt traditioneller und neuartiger Gemeinschaften und Communities versprechen Lösungen gesellschaftlicher Probleme und mehr soziale Bindung: Nachbarschaften, Bildungs- und Kulturvereine, Grätzelaktivitäten, Initiativen in der Flüchtlingshilfe, FoodCoops, Baugruppen, Sozialraumprojekte usw. Selbstorganisierte Projekte der Zivilgesellschaft und fremdgesteuerte Beteiligungsangebote knüpfen gleichermaßen an konkreten gesellschaftlichen Problemstellungen an wie an einer Sehnsucht nach Austausch und Solidarität.

Gemeinwesenorientierung in Bildung, Kultur und Sozialer Arbeit findet sich angesichts dieser Entwicklungen in Widersprüchen: Wo hat sie sich als emanzipatorisches Projekt durchgesetzt und wo wird sie bloß autoritär instrumentalisiert, um mit lokalen Gemeinschaften von gesellschaftlicher Verantwortung abzulenken? Geht es um die Durchsetzung von Vorstellungen einer homogenen Gemeinschaft oder um eine Gesellschaft der Pluralität? Gemeinwesenorientierte Erwachsenenbildung und die Gemeinwesenarbeit im Rahmen der Sozialen Arbeit setzen auf emanzipatorische Bildungsprozesse für eine solidarische Gesellschaft.